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Borten für den Mantel

Wie auf meiner neuen Zusatzseite erwähnt, möchte ich ein wenig die Entstehung des Rechteckmantels für meinen Holden dokumentieren.

Das gute Stück ist bereits gefärbt und harrt nun der Anbringung schmückender Ränder. Ausgemessen ist es ebenfalls.

Dafür habe ich die 12/2er Wolle von Traub vorgesehen, die ich in den letzten Wochen bunt gemacht hatte.
Ich habe mich letztlich für rot (Krapp), gelb (Birke) und blau (Indigo) entschieden. Weiß fiel aus verschiedenen Gründen flach: 1. es sah mir in den Streifen zu sehr nach Flagge aus, 2. jeder, der dieses wunderbare Hallstattbuch gelesen hat, kommt nur noch mit diesen Farben rüber obwohl von anderen Stellen auch andere Farben nachgewiesen sind, 3. die weiße Wolle ist nicht behandelt und da die gefärbte Wolle leicht eingefilzt hat, bin ich mir unsicher, wie sie sich verhalten würde, 4. weiß wird schnell schmuddelig und der Mantel soll nicht nach jeder Veranstaltung in die Wäsche

Besonders das letzte Argument überzeugte mich und nun habe ich statt Flaggenfarben von z.B. Frankreich, Niederlande, Russland und mit viel Fantasie auch den USA (und noch mehr), die Mainzer Fassenachtsstreifen *g*

Eigentlich wollte ich die schmalen Kanten ausfransen und die Bänder direkt anweben, aber der Stoff war einfach schon von vorneherein zu kuschelig. Der Versuch auch nur 1cm auszufranseln scheiterte kläglich. Einmal dauerte es ewig, des Weiteren hatte ich Angst, dass auch die Kettfäden reißen würden, wenn ich an dem filzigen Verbund ziehen würde. Mistmistmist.

Also webe ich nun die Kanten separat und werde sie annähen. Eine ebenso historisch nachgewiesene Methode. Damit dies möglichst sauber geschieht, lasse ich an der anzunähenden Kante einen Extrafaden mitlaufen. So gibts keine Nähspuren am Band. Diese Möglichkeit ist nachgewiesen an dem schmalen Köperband aus Hallstatt. So wurde es an einer Ärmelkante befestigt. Wie unsichtbar dies tatsächlich wird, wird sich zeigen.

Gewebt werden 2 Bänder - ein schmales und ein breites. Diese werden je an eine Längs- und eine Querkante genäht und sollen sich in den Ecken überlappen. Praktisch - hätte ich angewebt, hätte ich 4 Bänder machen müssen.

Das schmalere Band mit 24 Brettchen ist fast fertig, das breitere folgt direkt.

Die 12/2er Wolle lässt sich trotz leichter Filzerscheinungen gut verarbeiten und erscheint mir gegenüber meinem Standard-20/2er Garn wahnsinnig dick. Zu dem Mantel passt es in der Stärke aber sehr gut. Würde ich damit auch Bänder mit komplexen Mustern weben, wäre ich ja praktisch im Handumdrehen fertig. Selbst die schmale Borte ist nun leider nicht wirklich schmal (aber auch nicht breit genug, um die breite Borte zu sein).

Mal schauen, ob ich das Garn gelegentlich als Alternative nutze. Derzeit liebäugle ich eher mit einem 16/2er Garn... Das wäre sozusagen die goldene Mitte ;-)

19.5.09 16:36
 
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