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3. Weberinnentreffen im Hunsrück

Am vergangenen Wochenende war es wieder mal soweit. Bereits zum dritten Mal kamen webwütige Flinkhänder bei Marled zusammen, um sich im Tuchweben weiter zu bilden.

Neben einigen Einstiegsobjekten stand in diesem Jahr der Gewichtwebstuhl im Vordergrund. Wie schärt man die Kette mit Gewebeanfangskante? Wie werden Seitenkanten angebracht? Wie kommt die Kette auf den Rahmen? Das waren einige der Fragen, die einen beim Weben mit dem primitiven aber dennoch sehr effektiven Webgerät beschäftigen.

Die Hauptfrage war allerdings: Wie schafft man es, dass ein ebenmäßiges Gewebe entsteht? Einmal soll die Bindung ebenmäßig Kette und Schuss zeigen und sich nicht zu einem Rips zusammenziehen. Des weiteren soll das Tuch weitgehend die gleiche Breite beibehalten.

In interessanten und lebhaften Diskussionen sowie unter Hinzunahme von Marta Hofmans Buch "The Warp-Weighted Loom" begaben wir uns an die Problemlösung. Das von uns aufgespannte Stück Leinwand mit Brettchenkanten zeigte nämlich wieder eine ausgeprägte Neigung zum Bilden eines Kettripses. Ein Grund dafür kann die enge Ketteinstellung durch die feste Brettchenkante sein - soweit die Folgerungen bis Sonntag mittag...

Mit festem Anschlag brachte Sylvia das Gewebe halbwegs auf Leinwandoptik. Mit einem Kamm wäre die Arbeit eventuell deutlich erleichtert gewesen. Eine Lösung wurde nicht endgültig erzielt - dafür war die Zeit zu kurz. Es wird aber weiter getestet mit seitlichen Schnüren, Nadeln, Gewichtsveränderung...

Selbst ein eigentlich primitives System ist empfindlich und die kleinste Änderung kann einen großen Effekt herbeiführen. Ich empfinde mehr und mehr Hochachtung für die WeberInnen der Eisenzeit, die damit feine und einwandfreie Stoffe hergestellt hatten.

Mein eigenes nächstes Projekt habe ich ebenfalls auf dem Treffen in Angriff genommen. Auf den letzten Drücker hatte ich noch Mittwoch und Donnerstag ein Kilo der 16/2er Wolle mit Reseda gefärbt und diese dann bei Marled auf dem großen Schärbaum geschärt. Es war eine Strafarbeit! Aber nun hängt hier ein dicker gelber Zopf, der auf Verarbeitung wartet.

Ein Probestück aus der 16/2er Wolle - 1 Meter Spitzköper in verschiedenen Schnürungen + Leinwand - existiert bereits. Bei der Begutachtung durch die Fachfrau hat sich ergeben, dass ich das Blatt zu eng gewählt hatte. Was für ein Glück, dass ich doch dieses Stückchen Stoff gewebt habe. Abgesehen vom Wechsel auf ein groberes Blatt werde ich auch einen verlängerten Spitzeinzug machen. Der Minizickzack gefällt mir nicht so sehr....

12.11.09 18:21
 
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