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Bad Gandersheim

Am 20. Mai war ich zum ersten Mal alleine in Sachen Museum unterwegs bzw. fast alleine: Ellen war wieder bereit, beim Weben mit Kindern Erfahrungen zu sammeln.
Das gemeinsame Weben mit Kindern bzw. Besuchern ist für mich jetzt ja nichts neues - ebenso auch Museumsveranstaltungen. Aber beides kombiniert war ein Novum - wenn man mal vom Kindertag des Kulturparks Reinheim-Bliesbruck im letzten Jahr absieht (was eine Veranstaltung des Museums, aber im Freien war).
Ebenso neu war es auch, dass ich nicht in einer mittelalterlichen oder keltischen Klamotte, sondern ganz in zivil vor die Leute trat und so mal meine Arbeit ganz anders präsentieren konnte.

Am Beginn stand für mich allerdings erstmal eine sehr lange Autofahrt. Damit ich wie versprochen um 10 Uhr vor Ort sein konnte, musste ich hier um 6 Uhr losfahren. Dies bedeutete Aufstehen um 5 Uhr - besonders eklig, wenn man den Abend zuvor erst um halb 2 von der Arbeit nach Hause kommt und dann noch das Auto bepacken muss *gäääähn*.
Zum Glück klappte alles wie geplant. Beim frühmorgendlichen Vogelkonzert flogen noch die letzten Reste ins Auto und ich startete in den Sonnenaufgang und genoss die ganze Fahrt über erfrischend freie Autobahnen (was bei der A5 bzw. A7 praktisch nie vorkommt). Am Rasthof Kassel sammelte ich Ellen ein und eine Stunde später trudelten wir - sogar zu früh- am Kloster Brunshausen ein.

Dort bekamen wir vor dem Aufbau sogar eine - wenn auch schnelle - Exklusivführung durch die kleine aber feine Textiliensammlung und ich bedauerte schon im Vorfeld, dass ich nicht in die anderen Museen vor Ort kommen konnte, in denen v.a. die mittelalterlichen Textilien waren.

Da der Ausstellungseröffnung noch ein Gottesdienst voranging, hatten wir eine Menge Zeit, unsere Sachen aufzubauen und uns ein kleines mitgebrachtes Frühstück zu gönnen. Wir waren auf der Kirchenempore untergebracht, was wenig Licht bedeutete und leider war der Stecker meiner alten Schreibtischlampe beim Transport verbogen. Also musste es mit der spärlichen Museumsbeleuchtung gehen. Ansonsten waren die Sitzpläte wunderbar - ein Tischquadrat, in dessen Mitte Dias vom Aufbau des Museums gezeigt wurden und Stühle, auf denen Stickstiche abgebildet waren. Eine witzige Idee.


Bild von Ellen Ploß

Dann gings los: erstmal kamen natürlich eine Menge Menschen, um die Exponate zu bewundern - darunter neben den üblichen Offiziellen auch Angestellte anderer Museen und Restauratoren und eine breite Masse sehr sehr interessierter Besucher. Nachdem die ersten Führungen durch waren und auch Imbisse gereicht worden waren, kamen Ellen und ich nicht mehr aus dem Erklären hinaus. Mal webten wir gemeinsam mit Kindern, mal erklärte ich den Zuschauern die verschiedenen Techniken des Brettchenwebens. Insgesamt stießen wir auf ein wunderbares Publikum, das sich nicht nur kurz umschaute, sondern auch gerne in meinen mitgebrachten Büchern schmökerte und lange beim Weben zusah. Und nicht selten hörten wir die Frage: "Sind Sie denn jetzt öfter da?" (Ich hoffe doch!  
Besonders freute ich mich über den Besuch von Conni, Axel und Harriet, die auf der Rückreise von Fuhlen vorbeischauten und mir ein wunderbares Buch zur Leinenverarbeitung mitbrachten *dankeknutsch*

Insgesamt kann ich sagen, dass es ein wunderbarer Tag war mit sehr netten Leuten - einziger Nachteil ist, dass so wunderbare Ecken so weit weg von uns sind. Trotzdem würde ich gerne wieder nach Bad Gandersheim - schon alleine, um die anderen Teile des "Portals zur Geschichte" anzuschauen.
Am Abend stand dann auch die Heimreise an und die war im Vergleich zur Hinfahrt schon deutlich anstrengender. Nachdem ich Ellen wieder abgesetzt hatte, gabs erstmal eine ausgedehnte Pause und dann ging es über die schlimme Berg-und-Tal-Bahn der Kasseler Berge in Richtung Frankfurt weiter - natürlich nicht staufrei. Nach einem weiteren Tankstop trudelte ich um 23h wieder in Kreuznach ein und war heilfroh, diese lange Fahrtstrecke hinter mich gebracht zu haben.

Nachtrag: Im Gegensatz zum Weben im Gewand kam die Frage "Und wozu machen sie das?" (was für mich immer die Frage nach dem Sinn und Unsinn dieser Handarbeit impliziert) eigentlich gar nicht - nur die gute Frage: "Wozu dien(t)en die Bänder?" . Dies kann nun daran liegen, dass die Menschen im südlichen Niedersachsen ganz anders sind, aber vielleicht wird es eher akzeptiert, dass man Bänder wirklich um ihrer Selbst willen webt, wenn man kein "Kostüm" an hat. Aber dies ist ein anderes Thema, das ich vielleicht mal in einer Glosse vertiefen werde...

31.5.07 17:45
 
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